Meine Kindertagespflegestelle
Die Kindertagespflegestelle findet in unserem Haus in Frankfurt Unterliederbach statt. Hier steht den Kindern eine Fläche von ca. 130m² zur Verfügung. Dazu gehört ein großes helles Zimmer, das als Spiel und Essraum für die Kinder dient. Im Spielzimmer finden die Kinder genug Spielzeug für die verschiedenen Altersgruppen, viele Bücher, Puzzle, Knete, Farbmaterial und vieles mehr was zum Spielen und Lernen anregt. Ein Bad mit Badewanne, WC und Wickelplatz und unsere Küche stehen den Kindern zur Verfügung. Zu unserem Haus gehört ein kleiner Garten, der auf die Bedürfnisse von Kindern bis zum 3.Lebensjahr ausgerichtet ist. Dazu gehören eine Rutsche, Schaukelwippe, Mini Trampolin und Bälle. Das Schlafzimmer bietet den Kindern eine Schlafmöglichkeit, ebenso können die Kinder in einem Reisebettchen im Kinderzimmer schlafen.
Rahmenbedienungen
Ich arbeite als Tagespflegeperson mit einer Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII, ausgestellt für die Betreuung von vier Kindern. Die Pflegeerlaubnis muss alle fünf Jahre erneuert werden. Ich betreue regelmäßig vier Kinder vom Babyalter bis zum Kindergarteneintritt. Meine regelmäßigen Betreuungszeiten sind Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr. Andere Zeiten (nach 15 Uhr) sind nach Absprache möglich. In der Umgebung gibt es zahlreiche Spielplätze die schnell zu Fuß erreichbar sind. Der Höchster Stadtpark ist auch in 15 Gehminuten gut erreichbar und lädt mit seinem neu gestaltetem Spielplatz mit vielen Spielgeräten und große wiesen zu tollen Ausflügen. Außerdem mache ich mit den Kindern 2 bis 3 Ausflüge im Jahr, unter anderem zum Zoo, Palmengarten, Weihnachtsmarkt oder Schwanheimer Park. Dafür brauche ich dann von den Eltern, eine schriftliche Erlaubnis für die Fahrt mit dem Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mein Urlaub beträgt 25 Tage im Jahr. Die Urlaubsplanung wird rechtzeitig bekannt gegeben. Drei Wochen liegen zusammenhängend in den Sommerferien, eine Woche in den Osterferien, die Tage zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr und/oder ggf. einige Einzeltage. Kranke Kinder sollten bitte zuhause bleiben. Wird ein krankes Kind zusammen mit mehreren Tageskindern betreut, kann es andere Kinder anstecken. Dies kann unter Umständen, je nach Erkrankung, schwerwiegende Folgen haben. Wenn ich mich auch anstecke, falle ich als Betreuungsperson aus. Grundsätzlich gebe ich den Kindern keine Medikamente. Sollte ein Kind nach einer Krankheit für einen begrenzten Zeitraum medizinisch unvermeidbare Medikamente einnehmen müssen, so benötige ich zwingend eine schriftliche Bescheinigung der Erziehungsberechtigten. Bei chronischen und allergischen Erkrankungen sowie bei Fieberkrämpfen ist für eine Medikamentengabe durch mich eine schriftliche Bescheinigung des Kinderarztes unerlässlich.
Pädagogische Ziele
Die Betreuung in einer Kindertagespflege findet in einer kleinen Gruppestatt. Dadurch erleichtert sie vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch in den Umgang mit anderen Kindern. Mein erstes und wichtigstes Ziel bei meiner Arbeit mit den Kindern ist, dass sie sich bei mir sicher und geborgen fühlen und gerne zu mir kommen. Jedes Kind ist einzigartig und es macht mir viel Freude einfühlsam seine Sprache zu entschlüsseln und sein Vertrauen zu gewinnen. So bekommt jedes Kind die Sicherheit seine Umgebung unbeschwert zu erforschen. Inklusion: Jedes Kind mit seinen Eigenheiten, Besonderheiten ist willkommen, egal welche Hautfarbe welche kulturelle Hintergründe. Partizipation: Kinder werden altersentsprechend an Entscheidungen beteiligt. Partizipation ist schon in früher Kindheit ein wichtiges Thema, die Kinder können schon über kleine Dinge selbst entscheiden, was für die Entwicklung zu einem kompetenten Erwachsenen sehr wichtig ist. Dokumentation: die Kinder haben bei mir eine Sammelmappe, in der sie ihre Bastelerzeugnisse aufbewahren können, auch Fotos und Lerngeschichten werden in bestimmten Abschnitten beigelegt.
Haltung zum Kind
Die entscheidende Person ist hier nicht der Erwachsene, der das Kind erzieht und betreut, sondern das Kind, das sich und sein Umfeld zunehmend entdecken, aus Abhängigkeit befreien und zu Selbstständigkeit gelangen will. Hauptaufgabe de Tagesmutter ist es, die dafür nötige Hilfe bereitzustellen. Eine Hilfe, die die Selbst-Bildung möglich macht.
Eingewöhnung und Aufbau einer Bindungserziehung
Die Eingewöhnungszeit ist eine sehr wichtige Phase, weil sie, das Kind langsam an die neue Umgebung und an mich als neue Bezugsperson heranführt und sorgt dafür, dass es sich zum Ende der Zeit bei mir wohlfühlt und von den pädagogischen Angeboten und dem Spiel mit den anderen Kindern profitieren kann. Die Eingewöhnung soll ganz dem Tempo des Kindes angepasst werden und kann 4 bis 8 Wochen dauern, je nachdem wie viel Zeit das Kind braucht um Vertrauen zu mir und die neue Umgebung aufzubauen. In der ersten Woche darf das Kind die Rituale in meiner Tagespflegestelle, mehrmals beobachten um sie zu verstehen. Dabei stehe ich mit der Bezugsperson des Kindes in einem engen Austausch, um das Kind mit seinen Angewohnheiten und Bedürfnissen besser kennenzulernen. Ziel ist, dass das Kind in Ruhe und mit seiner vertrauten Bezugsperson an der Seite die neue Umgebung kennenlernt. Das Kind soll dann möglichst mit dem gleichen Elternteil täglich für ca. 2 Stunden kommen. Es wird durch mir und die anderen Kinder dazu aufgefordert, mitzuspielen und kann so eine aktive Rolle einnehmen. Die Bezugsperson hält sich im Hintergrund, ist aber zu jeder Zeit da, um dem Kind Sicherheit zu geben. Ab dem vierten Tag, fange ich langsam pflegerische Tätigkeiten wie füttern oder trösten zu übernehmen. Ein Trennungsversuch wird nicht aktiv herbeigeführt, aber will das Kind von sich aus mit den anderen Kindern spielen und entfernt sich von seiner Bezugsperson, so ist das ein gutes Zeichen. Eine Trennung findet erst in der zweiten Woche statt, wenn das Kind mit den neuen Abläufen und der neuen Umgebung bereits vertraut ist und mich schon etwas besser kennt. Die Bezugsperson verlässt das Haus für 30 bis 60 Minuten und verabschiedet sich vorher von ihrem Kind und soll für den Notfall erreichbar bleiben. Das Ziel ist es, dass das Kind lernt, sich von mir trösten zu lassen. Sobald das Kind sich beruhigt hat und wieder mit den anderen Kindern spielt, gilt das als Erfolg und die Zeit der Trennung wird am darauffolgenden Tag verlängert. Lässt sich das Kind nicht beruhigen, kommen die Eltern zurück und der nächste Trennungsversuch wird erst nach einigen Tagen wieder gestartet. Die Eingewöhnung gilt dann als erfolgreich, wenn das Kind die neue Umgebung und mich sowie die anderen Kinder, akzeptiert hat und sich von mir trösten und pflegen lässt. Was hilft bei der Eingewöhnung? Eine sichere Umgebung zuhause, viel Körperkontakt vor und nach der Betreuung und vielleicht noch das Lieblings-Kuscheltier, Trinkbecher oder Schnuffeltuch helfen dem Kind dabei, sich in seiner neuen Umgebung wohlzufühlen. Eltern sollten dabei nicht ihre Ängste auf die Kinder übertragen. Sie sollten mir vertrauen, transparent kommunizieren und sich an meine Anweisungen halten. Rückschläge während der Eingewöhnungszeit sind normal und gehören dazu. Zu akzeptieren, dass jedes Kind anders ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, hilft dabei, die Eingewöhnung behutsam zu gestalten.
Erziehungsvorstellung
Kinder sind von Natur aus neugierig, sie wollen alles entdecken und ausprobieren um sich Wissen anzueignen. Das Freispiel ist die wichtigste Form des Lernens für die Kinder und diese kommt bei uns nicht zu kurz. Kinder lernen von Kindern. Sie erforschen Dinge aus eigenem Antrieb, in Ihrem eigenem Tempo. Ein wichtiges Ziel unserer Arbeit mit Kindern ist die Unterstützung der Entwicklung und der Persönlichkeit. Wir möchten Ihnen stets auf Augenhöhe begegnen und somit einen respektvollen Umgang miteinander nahebringen. Dass sie selbst kleine Konflikte lösen können und Ihr Selbstbewusstsein stärken aber auch lernen Regeln einzuhalten. Genauso gehört zur Erziehung auf Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Verständigung und Zuwendung zu vermitteln sowie die Kinder zu ermutigen und zu loben. Auch das Spielzeug soll sorgfältig behandelt werden. Es gibt bei uns einfache und feste Regeln, über deren Einhaltung ich liebevoll aber konsequent wache. (z. B. es wird nur am Tisch gegessen, es werden keine Straßenschuhe in der Wohnung getragen, Taschentuch benutzen oder Hände waschen vor und nach dem Essen). In den alltäglichen verschiedenen Situationen, wird die Selbstständigkeit des Kindes gefördert, wie gemeinsames Tischdecken, abräumen, einkaufen oder an und ausziehen. Kommt ein von mir betreutes Kind in den Kindergarten, wird die Verabschiedung alsetwas Positives vermittelt, als bevorstehender neuer und schöner Lebensabschnitt.
Hygiene und Gesundheit
Die Kinder werden stets angehalten folgende Regeln einzuhalten:
● Hände waschen vor und nach dem Essen
● Hände waschen nach jedem Toilettengang
● Zähne putzen nach dem Mittagessen
● Haare kämmen nach dem schlafen
Die Windeln werden bedarfsgerecht gewechselt. Die Sauberkeitserziehung erfolgt immer ohne Zwang und wird mit viel Lob erlernt. Das Kind muss selbstständig laufen können. Jedes Kind braucht seine Zeit. Eine gründliche und regelmäßige Reinigung von häufig benutzten Oberflächen und Fußböden in allen Bereichen ist Voraussetzung für eine gute Hygienestandart. Diverse Spielzeuge werden regelmäßig gereinigt. Hierfür verwenden wir Entsprechende Desinfektions-und Reinigungsmittel (für Kinder unzugänglich).
Bildung
Folgende Bildungs- und Erziehungsbereiche werden von mir gefördert:
● Freude an der Bewegung durch Bewegungs- und Singspiele. Nähe zu der Natur, durch viele Spaziergänge, Entdeckung der Umwelt.
● Kommunikation, Sprechen und Sprache
Mir ist es wichtig, alles im Alltag sprachlich zu begleiten, denn da beginnt schon die Förderung. So werden wir das Auto welches wir zum Spielen rausholen z.B. farblich erkennen, das Essen auf dem Teller zusammen benennen, oder auch bei der Körperpflege erklären was wir tun und die Körperteile benennen. Lieder singen, Geschichte und Reime erzählen und Vorlesen sind für mich alltägliche Förderung zur sprachlichen Aktivität. Wir werden alle Handlungen sprachlich begleiten. Die Kinder werden durch offene Fragen im Morgenkreis zum Sprechen und kommunizieren anregt. Auch in der Natur werden wir Entdecktes besprechen.
● Elementarisches mathematisches Denken:
Formen, Größen, Materialien begegnen Kinder schon sehr früh. Dies will ich nutzen um die Kinder rechtzeitig an das Elementarische, mathematische Denken heranzuführen. Diese Dinge begegnen uns auch immer wieder im Alltag und im
Spiel:
– Zählen von Dingen
– Steckpuzzle, Steckspiele, welche man auch immer wieder erweitern kann)
– Materialien entdecken in der Natur (Blätter, Baumrinden, Zweige, Äste)
– Farben bestimmen (erst zuordnen, später benennen)
Beziehungsvolle Pflege
Mahlzeiten
Das Essen wird von mir täglich frisch und kindergerecht zubereitet. Besonders wichtig für die Kinder ist mir eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Bis auf Ausnahmen (Geburtstag oder Festtage) gibt es während der Betreuung keine Süßigkeiten. Die Mahlzeiten werden gemeinsam in den Hochstühlen um den Esstisch eingenommen. Die Essenspauschale beinhaltet ein Frühstück, eine Obstrunde/Snack und ein Mittagessen. Der SPASS am Essen ist mir wichtig, deshalb wird es keinen Ess- und Probierzwang geben. Vor jeder Mahlzeit werden wir ein Tischspruch aufsagen und uns allen einen Guten Appetit wünschen.
Schlafen
Für die Tageskinder stehen Betten im Schlafzimmer zur Verfügung. Der Raum ist ruhig und lässt sich abdunkeln. Die Kinder sollen in Ruhe essen und schlafen können, deshalb ist in den Zeiten zwischen 12.15 Uhr und 14.00 Uhr keine Abmelde-, Bringe – und Abholzeit!
Tagesablauf
• Ankunft und Begrüßung
• Gemeinsames Frühstück
• Singen, spielen, malen oder basteln
• Freispiel/Spaziergang/Spielplatz/Garten/Stadtpark (möglichst oft an der frischen Luft)
• Mittagsessen
• Mittagsschlaf
• Snack oder Picknick
• Verabschiedung und Abholung
Der Tagesablauf ist an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Alle Kinder wissen genau, was sie erwartet. Dies gibt Sicherheit und hilft, sich zu Recht zu finden.
Zusammenarbeit mit den Eltern:
In der Zusammenarbeit mit den Eltern sind mir Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Offenheit und Zuverlässigkeit außerordentlich wichtig. Das sogenannte „Tür- und Angelgespräch“ beim Bringen und Abholen Ihres Kindes ist sehr wichtig. So können Dinge besprochen werden, die das Kind aktuell betreffen z. B. Wie hat das Kind geschlafen? Hat es gut gegessen? Hat es etwas besonders Schönes oder Trauriges erlebt? Zum Wohl des Kindes findet täglich ein Austausch zwischen Eltern und Tagesmutter statt. Zusätzlich können die Eltern gern Termine mit mir abstimmen, wenn besonderer Gesprächsbedarf besteht. Diese Termine werden dann im Nachmittagsbereich liegen und ohne Kinder stattfinden. Pünktlichkeit und Zuverlässig sind wichtig, weil der Tagesablauf der Gruppe und die damit verbundene Stabilität für die Kinder nur so gewährleistet ist. Auch Krankheiten müssen mir unbedingt mitgeteilt werden, um eine Ansteckung der anderen Kinder in der Gruppe verhindern zu können oder dem erkrankten Kind die Möglichkeit zu geben, sich zuhause auszukurieren. Dies bringt mich zum nächsten Punkt:
Kooperation und Vernetzung
An erster Stelle arbeite ich sehr gerne eng zusammen mit meiner Fachberatung und profitiere von Ihrer wertvollen Unterstützung und kompetenten Beratung in meiner Arbeit mit den Kindern. Zusätzlich und um die Kinder das Spielen und Toben in einer größeren Gruppe zu ermöglichen, bin ich mit benachbarten Tagesmüttern eng vernetzt (regelmäßige Treffen mit anderen Tagesmüttern und deren Tageskindern). Und damit auch bei schlechtem Wetter Bewegung im großen Raum möglich ist, besuche ich mit den Kindern jeden Dienstag und oder Freitag um 10:00 Uhr einen Spielkreis in den Räumen dem Nachbarschaftsverein Unterlierderbach und Kifaz Höchst. Dies ist auch eine gute Vorbereitung auf den Kindergarten.
Fortbildung und Qualitätssicherung
Eine regelmäßige Fort -und Weiterbildung als Kindertagespflegeperson ist für mich eine Grundvoraussetzung für eine kompetente und gewissenhafte Arbeitsweise. Jährlich muss ich mindestens 20 Stunden Weiterbildungskurse absolvieren und beim Jugendamt nachweisen. Einen Erste-Hilfe-Kurs habe ich erfolgreich absolviert und muss alle 2Jahre aufgefrischt werden.

